Makrofotografie in der Eifel

– Juni 2018 –

1. Problem: Fluchtdistanz! Trotz unauffälligsten Anrobbens wollte dieser kleine Kerl nicht stillhalten! Da fehlte ein wenig Brennweite! 2. Problem: Wind! Diese Margarite stand direkt neben einem Betonklotz im Windschatten und im Sitzen kann man auch länger gebeugte Haltungen einnehmen ohne einen Tatterich zu bekommen! 3. Problem: Brennweite! Ohne Makro-Objektiv geht's auch, wenn die Brennweite stimmt! Auch hier hat's funktioniert, allerdings könnte die Haltung der Hummel besser sein! 4. Problem: zappelnde Tierchen! Leider nicht ganz scharf, da sich die Biene unfairerweise bewegt hat! Ab und zu klappts mal! Aber leider auch nur ab und zu! 5. Problem: Vieles ist unheimlich weit unten! Zum Beispiel der Morgentau: Das Tierchen war zufällig zur Stelle – allerdings ist der Hintergrund suboptimal! Morgentau mit Farbklecks! Nicht gerade spektakulär – aber eine gute Übung zum Auf-den-Bauch-werfen und irgendwie wieder hochzukommen! Und dann kommt natürlich alles zusammen: Der Wind weht und der kleine grüne Käfer war auch ungeheuer rege! Allerdings sind die Farben recht schön!
Endlich eine kurze Windstille und das Tierchen zappelt auch nicht so sehr! Schmetterlinge lieben anscheinend Disteln: Dieser Kohlweißling ist zwar ein schöner Kontrast, aber leider ist er selbst ziemlich kontrastarm! 6. Problem: Farbgestaltung! Wieder eine Distel und farblich beißt sich das schon sehr! Wenn jetzt der Schärfepunkt noch genau auf den Augen liegen würde... ...wäre das Farbchaos wohl noch verzeihlich! Farblich macht sich der Kohlweißling da schon besser... ...allerdings ist er schon ein wenig ausgefranst (was im Themenheft Markofotografie der Zeitschrift NaturFoto als unschön klassifiert wird)! Wahrscheinlich ist auch diese Chaos-Komposition gestalterisch fragwürdig – aber uns gefällt sie! 7. Problem: Pflanzen wachsen einfach nicht fotogerecht! Endlich einmal keine Distel, sondern ein Butterblümchen!<br />Links oben war allerdings noch eine Blüte, die das Bild zu unruhig machte! Jetzt ist sie weg! Nun das Libellen-Drama: Der Wind ist wieder da und vor den Libellen steht hohes Gras, das vom Assistenten liebevoll weggehalten wird!<br />Nur leider wollen die Libellen mal wieder nicht stillhalten!
Zur Enspannung: Moos! Fluchtdistanz: 0 cm! Auch diese Raupe bewegt sich tatsächlich nicht! Genug Zeit, sich anzurobben – allerdings wächst zwischen den Holzplanken überall Grünzeug, das den Blick versperrt und wir wissen nicht, wo hinten und vorne ist! Glückstreffer: Obwohl wir zu zweit über die Holzstege stapfen, hat sich diese kleine Eidechse nicht verscheuchen lassen... ...also wieder gaaanz sanft auf den Bauch legen und laaangsam anrobben! 8. Problem: Vorder-und Hintergrund! Wir geben nicht auf – es gibt hier so viele Libellen! Aber hier ist weder der Vordergrund schön, noch ist der Hintergrund attraktiv! Schon besser! Und auch, wenn es hier nicht so aussieht: der Fokus lag genau auf dem Auge! Endlich mal eine Libelle an einem Halm! Allerdings weht der Wind wieder heftig und das Licht ist nicht mehr sehr gut. Bei 1/250 s schnellen die ISO-Werte in die Höhe und es rauscht schon ziemlich! Ein anderes Problem: viele Tierchen sind sooo winzig! Da müsste schon ein Lupenobjektiv her! Fazit: Irgendwas ist immer! Daher haben wir uns entschieden, in die Pilzfotografie einzusteigen! Fluchtdistanz: 0 cm / Windanfälligkeit: gering!

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